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NEWSLETTER 12.2011

++ NEWSLETTER ++ NEWSLETTER ++

++ 12.2011 ++

Tja, wie läuft es derzeit am Northeimer Rückingsanger?
Normal. Irgendwo zwischen routinierter Ruhe und hektischer Betriebsamkeit.

Nach einem leichten Rückgang der Abholerzahlen im Laufe des Jahres 2011 ist der Bedarf offensichtlich wieder gestiegen: Weit über 1000 Abholungen konnte das Tafelbüro im November registrieren. Die meisten kommen an den beiden wöchentlichen Abholtagen. Manchmal waren es weit über 100 Bedürftige, Singles wie Bedarfsgemeinschaften, die in zwei Stunden bedient werden mussten. Das führt schon zu Hektik bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aber sie bedienen und fertigen nicht ab, sind freundlich, zugewandt.
Bevor nachmittags die Waren abgegeben werden, haben sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel schon kräftig beschäftigt: Morgens klappern die Fahrer Bäckereien, Supermärkte und andere Lieferanten ab, sammeln kistenweise gespendete Lebensmittel ein. Mehrmals fahren sie mit dem Kühlwagen den Rückingsanger an, um zu entladen. Und nicht selten bewegen sie am Tag 1 Tonne Lebensmittel.

Unerlässlich für die Arbeit in der Tafel: die grünen Klappkisten, wie sie im Einzelhandel üblich sind. In ihnen werden Lebensmittel transportiert, sortiert und gelagert. In diesem Fall haben die Fahrer ein buntes Sortiment abgeholt: Joghurt, Milch, Eier, sogar Käse. Sehr erfreulich. Denn Molkereiprodukte (Mopros) sind seltene und deswegen sehr begehrte Waren. Genauso wie Wustwaren. Daneben sind in den Kisten noch andere haltbare Lebensmittel zu finden. Sie alle werden auf Haltbarkeit überprüft, ihr Eingang und die Lagerung dokumentiert.


Und so sehen Kisten aus, in denen das angeliefert wird, was die Mitarbeiter und die Kunden bisweilen respektlos als „Grünzeug“ bezeichnen: Obst und Gemüse. Meist ist es in ausreichender Menge vorhanden: Salat, Kürbis, Radieschen, Sharon. Manches ist schon ziemlich exotisch. Anderes ganz bodenständig. In diesem Jahr gibt es besonders viele und große Kartoffeln – die Ernte war eben sehr groß. Der skeptische Blick unserer Mitarbeiterin macht es deutlich: Nicht alles, was da gebracht wird, ist noch wirklich zu gebrauchen. Manches sogar in einem Zustand, der es geraten sein lässt, Gummihandschuhe zu tragen. In der Küche Wird eben auch eine Arbeit mit Ekelfaktor verrichtet: Halb vermoderte Salate werden aussortiert, die Blätter von Radieschen entfernt, jedes Rosenkohlsäckchen geöffnet, um zu schauen, was noch zu verwerten ist.
Und dann geht es wie im Märchen: Die guten in die grüne Kiste, die schlechten zum Biomüll.Apropos Biomüll dafür muss die Tafel natürlich bezahlen. Und ist dankbar, wenn von Bauern nicht verwertbares Obst und Gemüse abgeholt wird.


Und das ist das Ergebnis des Einsatzes in Küche und Sotierung: Ein vorbereiteter Warenkob, der als Grundstock am Nachmittag den Abholern angeboten wird. Natürlich kön-nen sie noch aus anderen Waren auswählen, Brot, Brötchen oder Kuchen, Tiefkühlware und noch mehr „Grünzeug“, das zur Verfügung steht. Meist gibt es für eine einzelne Person Waren im Wert von etwa 20 Euro. Ob jeder der Abholer weiß, wie-viel Arbeit in solch einer grünen Klappkiste steckt?


Hoher Besuch von kleinen Knirpsen

Die 35 Kinder der katholischen Kinder-tagesstätte St. Marien haben jetzt mit ihren Erziehern die Northeimer Tafel besucht. Im Schlepp hatten sie einen Bollerwagen gefüllt mit Lebensmittel, die die Kinder und Eltern für die Tafel gespendet haben. Dabei waren beson-ders haltbare Lebensmittel und Waren, die in der Tafel oft Mangelware sind: Milchprodukte, Konserven und Wurst-waren. Als Überraschung übergab die Leiterin der Kindertagesstätte, Valenti-na Bitz, der Tafel noch eine Geldspen-de von 100,25 €. Der Vorstand der Tafel hat sich für diese Spenden im Na-men der Bedürftigen mit einem kleinen Geschenk bei den Kindern bedankt.

 

Auf die Kreativität der Freunde und Förderer der Northeimer Tafel sind wir angewiesen wie auf das handfeste Engagement unserer Ehrenamtlichen und 1-Euro-Jobber. Einige Ideen, die wir gern zur Nachahmung empfehlen:
Die Thomas-Mann-Schule hat uns 5 Schüler geschickt, die als Praktikanten bei der Ausgabe an den Nachmittagen helfen.
Das Teelädchen in der Mühlenstraße bietet eine extra kreierte Teemischung unter dem Namen Tafeltee an. Wer sie erwirbt, unterstützt damit die Northeimer Tafel.
Der Lionsclub hat auf dem Weihnachtsmarkt Tannenzweige und selbstgebackene Kekse gegen Spenden abgegeben. Mehr als 900 € sind dabei für die Tafel zusammengekommen. Das ist nicht die einzige Unterstützung des Lionsclubs. Im nächsten Newsletter werden wir ausführlich berichten.

 

Bis dahin bedankt sich die Northeimer Tafel bei allen Freunden, Förderern, Mitgliedern und Mitarbeitern. Ohne Sie wäre die Arbeit für die Bedürftigen in Northeim gar nicht möglich! Ihnen allen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Zuletzt aktualisiert am Montag, 19. Dezember 2011 um 08:33 Uhr
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Northeimer Tafel

Rückingsanger 5
37154 Northeim
Tel: 05551/5898949
northeimer.tafel@arcor.de

Ausgabestelle Nörten-Hardenberg ev. Gemeindehaus
Burgstr. 9a
37176 Nörten-Hardenberg
Tel.: 05503/805848


Gespendet von:

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